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Arthrose der Hand

Schmerzen in Finger- oder Handgelenken kann eine Arthrose sein!

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Arthrose in der Hand und in den Fingergelenken kommt meist ab dem 50. Lebensjahr vor. Bedingt durch Veränderungen des Hormonhaushalts sind gerade Frauen nach den Wechseljahren betroffen. In dieser Zeit sinken die Geschlechtshormone. Auch kann es zu einer Erkrankung kommen, wenn bereits Mutter oder Großmutter betroffen waren. Lesen Sie hier mehr über Symptome, Diagnose und Therapie.

Arthrose ist die weltweit häufigste Gelenkerkrankung. Selten tritt sie vor dem 30. Lebensjahr auf. Bis zum Alter von 45 Jahren ist allerdings nahezu jeder Zehnte davon betroffen. Knapp ein Drittel der Frauen und ein Viertel der Männer in der Altersgruppe 45-65 Jahre berichten die ärztliche Diagnose einer Arthrose. Mit fortschreitendem Alter nimmt die Erkrankungshäufigkeit weiter zu. In der Gruppe der über 65-Jährigen leiden bereits gut die Hälfte der Frauen und ein Drittel der Männer unter der Gelenkverschleißerkrankung, die vor allem Knie-, Hüft- und Schultergelenke sowie Finger- und Wirbelgelenke betrifft.

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Hände, insbesondere Finger, sind wichtige Werkzeuge des täglichen Lebens. Werden sie unbeweglich, verlieren sie an Kraft, schmerzen sie bereits bei der kleinsten Bewegung oder bilden sich kleine Knoten an den Fingergelenken, kann eine Arthrose die Ursache hierfür sein. Die Folgen einer Erkrankung lassen sich die deutlich lindern, wenn die Signale rechtzeitig erkannt werden. Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Behandlung ist der Patient selbst.

Man unterscheidet hier zwischen der primären Arthrose, bei der von Experten davon ausgegangen wird, dass sie auf eine biologische Minderwertigkeit des Knorpelgewebes zurück zu führen ist. Allerdings ist die Ursache unklar. Und die sekundäre Arthrose die durch eine Überbelastung, meist mechanisch, auftritt. Dies geschieht durch entzündliche Veränderungen oder metabolische Störungen, also gichtähnliche Erkrankungen der Gelenke.


Was ist Arthrose?

Arthrose ist ein Verschleiß eines Gelenks durch krankhafte Knorpelrückbildung, die Degeneration des Knorpels. Sein langsamer, aber stetiger Abbau ist ein natürlicher Prozess, denn im Laufe des Lebens wird die Funktion jedes Gelenkknorpels altersbedingt schlechter. Behandlungsbedürftig wird eine Arthrose in dem Moment, in dem der Gelenkverschleiß über dem für das Alter des Patienten üblichen Maß liegt.

Da Knorpel keinerlei sensible Nervenendigungen enthält, sind Schäden immer erst wahrnehmbar, wenn bereits die unter dem Knorpel liegende Knochenschicht betroffen ist.

Welche Symptome deuten auf eine Arthrose?

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Sehr typisch für eine Arthrose der Hand sind steife, schmerzende Fingergelenke, besonders nach längeren Ruhepausen: zum Beispiel nach ruhigem längeren Sitzen und Nichtstun oder nach dem Schlafen. Bewegt man die betroffene Hand, legen sich die Schmerzen schnell wieder. Gerade in diesem Punkt unterscheidet sich die Arthrose von einer entzündlichen Gelenkerkrankung, denn dort spürt man die Steifheit und die doch recht starken Schmerzen über einen längeren Zeitraum, oft mehrere Stunden. Generell bereitet beispielsweise Fahrradfahren Arthrose-Patienten, die Probleme mit Knie und Hüfte haben, sehr selten Probleme, allerdings sind die stoßweisen Belastungen, die hier auftreten können, gerade für Patienten mit Arthrose an der Hand, so belastet, dass erneut Schmerzen auftreten können.

Viele Arthrose-Arten verhalten sich sehr lange unauffällig, man spürt sie nicht, obwohl sie vielleicht schon da sind. Melden diese sich aber dann doch durch große Schmerzen, wird die Muskulatur oft chronisch fehlbelastet. Dadurch entsteht eine Druckerhöhung im Fingergelenk, dadurch kann eine Entzündung ausgelöst werden, die Sehnen, Muskulatur und Knochenhaut sehr schmerzhaft reizen kann. Eine gewisse Zeit später kommt es meist zu einem belastungsabhängigen Schmerz. Irgendwann machen Arthrose-Patienten gleich drei Komponenten das Leben schwer:

  • der Ruhezustand
  • der oftmals vorkommende Dauerschmerz
  • der Nachtschmerz mit evtl. Verdickung der Gelenke.

Das Endstadium einer Arthrose der Hand ist meist die Versteifung des Gelenkes oder beispielsweise bei einer Daumensattelgelenksarthrose (Rhizarthrose) die Verformung des gesamten Daumens. Bedingt durch die Schmerzen hat der Daumen der betroffenen Hand keine Kraft mehr. Tritt der Schmerz anfänglich nur während oder nach einer Belastung der betroffenen Hand auf, so wird von Patienten berichtet, dass im fortgeschrittenen Stadium auch Ruheschmerzen auftreten.

Hinweis zu Knorpel:

Wenn es beim Fleischessen zwischen den Zähnen knirscht, hat man meist auf Knorpel gebissen. Knorpel ist ein faserhaltiges Stützgewebe von unterschiedlicher Elastizität, ja nach Gelenk, das es abzufedern gilt. Knorpel ist nicht durchblutet und nimmt auch anderweitig kaum an einem Stoffwechsel teil. Darum kann sich beschädigter Knorpel auch nicht gut regenerieren.

Welche Ursache hat eine Arthrose?

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Eine Arthrose entsteht durch eine dauerhafte falsche Belastung, z.B. nach Verletzungen oder infolge eines angeborenen Defekts eines Gelenks oder durch dauerhafte sportliche Fehl- oder Überbelastung (häufig bei Handballspielern oder Kampfsportlern). Im Prinzip kann jedes Gelenk betroffen sein. Meist ist es an der Hand das Fingergelenk am Daumen. Aber auch langjähriges Übergewicht, Bewegungsmangel oder falsche Bewegungsmuster der Hand, zum Beispiel durch den Beruf, können zur Bildung einer Arthrose beitragen. Bei Arthrosen schein nach neueren Studien das Verhältnis zwischen Auf- und Abbau von Knorpelgewebe und dem angrenzenden Knochen durch einen oder mehrere Faktoren gestört zu sein. Durch falsche dauerhafte Bewegung sind besonders jene Gelenke von Arthrose bedroht, die das, oder einen Teil, des Körpergewichts tragen müssen. Bei der Hand ist dies, wie oben schon erwähnt das Daumengelenk. Infolge der starken Belastung sowie im Alter wird die Knorpelschicht immer dünner, die stoßdämpferähnlichen Eigenschaften des Knorpels nehmen ab. An Stellen, an denen der angrenzende Knochen kaum mehr durch Knorpel geschützt ist und ganz oder teilweise freiliegt, bildet er verstärkt Knochensubstanz aus. Um das betroffene Fingergelenk herum kommt es zu Verformungen und Knochenausläufern. Ein abgeriebener Knorpel oder Knochen kann zudem Gelenkhautentzündungen verursachen.

Das Gelenk kann dann zwischenzeitlich verdicken, überwärmt oder gerötet sein (aktivierte Arthrose oder Osteoarthritis).

Weitere Ursachen einer Arthrose können vorangegangene Knochenbrüche, Kapsel-Band-Verletzungen oder Gelenkentzündungen sein. Auch Stoffwechselstörungen wie Gicht, Diabetes mellitus, Schuppenflechte, Pseudogicht oder die Bluterkrankheit (Hämophilie) können zu einer Arthrose führen.

Kann Arthrose durch seelisches Ungleichgewicht entstehen?

Ein dauerhafter Schmerzreiz führt zu Muskelverkürzungen oder chronischen Muskelverkrampfungen (Kontrakturen) Die ständige Anspannung bewirkt eine verminderte Durchblutung der Arme und der Hand, die Nährstoffzufuhr und der Abtransport von Stoffwechselprodukten leidet darunter. Die Muskulatur bildet sich zurück und kann die Gelenke nicht ausreichend stabilisieren. Sie werden überbelastet, geraten in eine chronische Fehlstellung oder Verrenkung. Dadurch können sich die Gelenke entzünden und sich verknöchern.

Auch ein seelisches Ungleichgewicht oder anhaltende Stressauslöser wie Angst, unterdrückte Aggressionen oder Frustration bzw. Perspektivlosigkeit können derartige Verspannungen mit derselben Wirkung auslösen. Der psychosomatische Zusammenhang findet auch bildlich Ausdruck: „Meine Hände machen nicht mehr mit!“

Wie wird eine Arthrose in der Hand diagnostiziert?

Das Gute, eine Fingerarthrose (der Fingergelenke) ist sehr leicht zu diagnostizieren. Bei einer Untersuchung prüft der Arzt, wie funktionstüchtig die Gelenke und Bänder sind. Er beobachtet, ob es Schwellungen oder Hautveränderungen gibt und ob bestimmte Stellen mit Schmerzen reagieren, wenn darauf Druck ausgeübt wird. Zusätzlich hilft ein Röntgenbild und gibt evtl. Aufschluss über arthrosetypische Veränderungen.

Diese sind:

  • eine Verdichtung des Knochens unter dem Knorpel
  • ein schmaler gewordener Gelenkspalt
  • Knochendefekt unterhalb des Knorpels

Gibt es Probleme bei der Untersuchung und der Arzt ist sich möglicherweise unsicher, erweitert der Arzt die Diagnostik um eine Ultraschalluntersuchung, eine Kernspintomographie, Arthroskopie oder eine Gelenkpunktion mit Untersuchung der Gelenkflüssigkeit.

Was kann der Arzt dazu sagen?

Eine Arthrose weist keine typischen Blutwerte auf und ist deshalb nicht durch eine Blutuntersuchung nachzuweisen. Nur eine evtl. entstandene Entzündung lässt sich im Blutbild ablesen, durch erhöhte Entzündungswerte. Ob eine Arthrose in der Hand vererbt werden kann, lässt sich leicht beantworten. JA. So genannte Polyarthrosen, die vornehmlich in Hand- und Fingerlenken auftreten, sind vererbbar. Darüber hinaus ist aber nicht bekannt, dass eine klassische Arthrose in Hüfte oder Knie in der Familie weitergegeben wird.

Die Therapie einer Arthrose in der Hand

Eine Arthrose der Fingergelenke (Fingerarthrose) ist nicht, oder nur bedingt (Daumensattelgelenksarthrose operativ) heilbar. Sie muss aber durchaus nicht schmerzhaft sein und kann im Verlauf gebremst werden. Alle Therapiemethoden zielen darauf ab, die Lebensqualität zu verbessern, das heißt:

  • Schmerzen zu lindern,
  • die Beweglichkeit zu verbessern
  • und weiteren Verschleiß zu verlangsamen.

Hierbei ist besonders ein gezieltes Muskeltraining zur Stabilisierung der betroffenen Hand- und Fingergelenkumgebung notwendig. Welche der Therapieformen die richtige ist, entscheidet der behandelnde Arzt immer anhand des Einzelfalls. Zu Beginn der Behandlung steht eine ausführliche Beratung über folgende Aspekte:

  • Krankheitsverlauf
  • Alltägliches Muskeltraining und Bewegungsverhalten
  • Vermeidung körperlicher Fehlbelastungen
  • Fingergelenk schonende Übungen

Mithilfe von Medikamenten können Schmerzen und Entzündungen gelindert werden. Zum Einsatz kommen dabei u.a.

  • kortisonfreie Entzündungshemmer
  • Gelenkinjektionen mit lokalen Betäubungsmitteln
  • Orthokin-Therapie (körpereigene Anti-Interleukine), die entzündlichen und immunbiologischen Knorpelabbau reduzieren soll
  • homöopathische Mittel wie Zeel oder Traumeel
  • Hyaluron-Präparate als Ersatz der Gelenkflüssigkeit

Knorpelstabilisierende Substanzen sind Medikamente mit den Inhaltsstoffen Chrondroitin, Hyaluronsäure oder Glucosamin. Sie sollen den Eigenschaften der Gelenkflüssigkeit verbessern und werden mit unterschiedlichem Erfolg eingesetzt, vorübergehend auch täglich. Allerdings sind diese Mittel wissenschaftlich umstritten!

Blutegel helfen bei der Schmerztherapie

Blutegel wurden schon im Altertum gegen Venenentzündungen, Krampfadern und Thrombosen eingesetzt. In Deutschland wird diese Behandlung kaum noch durchgeführt. Aber neuere Studien z.B. der Universitäten Essen und Aachen weisen nach, dass Blutegel bei einer Arthrose vergleichsweise gut gegen die Schmerzen helfen können.



Das Hiriduin, eine erwiesenermaßen pharmakologisch aktive Substanz aus dem Speichel der Tiere, wirkt gerinnungshemmend und antientzündlich. Die Blutegel saugen sich bis zu 60 Minuten lang am Gelenk fest und fallen dann ab. Das zwickt ein wenig, ist aber nicht wirklich schmerzhaft. Danach blutet die Wunde noch ein wenig nach, auch über Juckreiz wird berichtet. Der schmerzlindernde Effekt hält bis zu einem halben Jahr an, zumindest berichten dies gut zwei Drittel der Studienteilnehmer.

Eine Arthrose kann durch Blutegel nicht geheilt werden, aber die medikamentöse Behandlung kann reduziert oder sogar eingestellt werden: Ein guter Ausblick für viele, denen die Nebenwirkungen der Schmerzmittel zu schaffen machen. Speziell muss hier auch darauf geachtet werden, dass pfleglich mit den Tieren umgegangen wird. Ein Blutegel kann nach einiger Zeit wieder angesetzt werden, aber immer nur für denselben Patienten. Das erfordert höchste Sorgfaltspflicht bei der Pflege, gerade auch um Übertragungen von Keimen auszuschließen.

Operative Therapieansätze

Bei kleinflächigen Knorpeldefekten, gerade an der Hand, kann das Gelenk mittels verschiedener Techniken mit neuem Knorpel versehen werden.

Einige Verfahren, z.B. Mikrofakturierung, Abrasions-Arthroplastik oder Pridie-Bohrung, haben das Ziel, die körpereigene Regeneration durch mikro-chirurgische Eingriffe anzuregen. Der geschädigte Knorpelbereich wird angefräst oder punktförmig aufgeraut. Das kann auf unterschiedliche Weise die Bildung von neuem Faserknorpel anreigen. Diese operativen Ansätze sind bei der Arthrose in der Hand und am Knie durchführbar.

Prognose

Ist die Arthrose in der Hand erst einmal ausgebrochen, schreitet diese immer weiter voran. Es kann nicht vorhergesagt werden, wie der zeitliche Verlauf ist. Leider kann man auch mit einer Operation nicht den ursprünglichen Zustand wieder herstellen, sondern lediglich mit Schmerzbekämpfung die Lebensqualität verbessern. Da sich der Gelenkknorpel stetig abbaut, kann es zu einer Schwellung der Gelenkkapsel kommen. Ein gänzlich abgebauter Knorpel kann nicht mehr ersetzt werden.

Zusammenfassend ist zu sagen:

Eine Arthrose kann nicht geheilt werden. Der Verschleiß schreitet fort, kann jedoch durch geeignete therapeutische Maßnahmen gebremst werden. Auch wenn es nicht leichtfällt: Bei einer Arthrose darf man nicht aufhören, sich zu bewegen, also auch die Hände bewegen und gezielt dafür vorgesehene Fingerübungen zu machen. Helfen können auch Schwimmkurse und Gymnastik der Arme und Hände.