Skip to main content

Bandscheibenvorfall

BandscheibenvorfallEin Vorfall der Bandscheiben ist eine Erkrankung der Wirbelsäule, bei der Teile der Bandscheibe in den Spinalnerven- oder Rückenmarkskanal drücken. Überwiegend sind der Lenden- und der Halswirbelbereich betroffen. Mit zunehmendem Alter nimmt das Risiko zu: Die Betroffenen sind im Durchschnitt zwischen 45 und 55 Jahre alt.

Die Symptome

Die Symptome eines Bandscheibenvorfall sind meist einfach zu erkennen: Bei einem Bandscheibenvorfall weist der äußere Faserring Risse auf. Unter Belastung dringt der Gallertkern in diese Risse ein und durchbricht den Faserring mit dem angrenzenden Längsband der Wirbelsäule. In manchen Fällen lösen sich Teile des austretenden Bandscheibengewebes ab und bilden sogenannte Sequester. Diese Partikel können ebenso wie das austretende Bandscheibengewebe sowohl auf das Rückenmark drücken als auch auf die seitlich austretenden Spinalnerven. Es kann vorkommen, dass ein Hexenschuss mit einem Bandscheibenvorfall verwechselt wird, die ersten Symptome sind ähnlich.

Eine Veränderung der Bandscheibe heißt „Bandscheibenläsion“, eine Höhenminderung „Osteochondrose“.



Echte Bandscheibenvorfälle sind selten

Bandscheiben-Leiden - Was tun?: Mit den besten Übungen für den Alltag

Bandscheiben-Leiden – Was tun?: Mit den besten Übungen für den Alltag


Ein echter Bandscheibenvorfall tritt seltener auf: Nur 5 Prozent der Männer und 3 Prozent der Frauen in Deutschland erleiden ihn. Bei einem solchen „Prolaps“ tritt Gewebe aus dem Faserring oder dem Gallertkern aus und irritiert die Nervenwurzel. Das verursacht ein akutes, meist heftiges Stechen und oft starke dumpfe Schmerzen, die in anderen Körperregionen ausstrahlen. Schmerzend sind oft auch Verspannungen der Muskeln des Rückens, des Gesäßes und der Beine. Auch Lähmungen können eintreten.

Wie entsteht ein Bandscheibenvorfall?

Abgelöste Bandscheibenstücke nennt man „Sequester“. Sie können entweder auf das hintere Längsband drücken, eine Sehne, die den Spinalkanal an der Hinterfläche der Wirbelkörper verstärkt. Oder sie durchbrechen sie und rutschen in den Wirbelkanal. Sequester müssen nicht immer operativ entfernt werden: Solange keine Lähmung oder starker Schmerz auftritt, können sie lokal mikrotherapeutisch – also ohne Skalpell – mit Medikamenten behandelt werden. Anderenfalls muss operiert werden.

Es sind vor allem Dreh- und Beugungsbewegungen, welche die Bandscheiben verschleißen lassen. In der Tat zeigten Versuche, dass sie sehr hohe Druckbelastungen aushalten. Dem Druck halten sie aber eben nur stand, solange sie plan aufeinander gedrückt werden. Dann brechen eher die Deckplatten des Wirbelgelenks, als dass die Bandscheiben Schaden nehmen.

Ein starker Rücken ist machbar!

Physiotherapie BanscheibenvorfallPhysiotherapeutische Maßnahmen oder gezieltes Rückentraining stärken die Muskulatur und entlasten so die Bandscheiben. Dies hilft in vielen Fällen. Operationen lassen sich meist vermeiden. Sportliche Betätigung unter Anleitung – also aktiver Aufbau von Muskulatur – ist der beste Rat zur Begleittherapie und Vorbeugung gegen Rückenschmerzen.

Wie kann bei Bandscheibenvorfall geholfen werden?

IWH Bandscheibenwürfel Stufenlagerungswürfel, 23011

IWH Bandscheibenwürfel Stufenlagerungswürfel, 23011





Bei Bandscheibenvorfällen ist ein Training an Geräten selten sinnvoll. Bitte mit behandelnden Arzt und dem Sporttherapeuten abklären.

Manchmal hilft auch eine elektrische Muskelstimulation mit tragbaren Geräten zum Auftrainieren der Muskulatur. Diese Geräte sind meistens umschaltbar auf den Schmerztherapie-Modus zur transkutanen elektrischen Schmerztherapie.

Folgenden Fragen in Sachen Bandscheibe muss immer nachgegangen werden:

  • wie wird ein Bandscheibenvorfall diagnostiziert?
  • wie wird der Bandscheibenvorfall behandelt?
  • was ist ein Bandscheibenvorfall?
  • Bandscheibenvorfall was ist ein Bandscheibenprolaps?
  • wie kann man einem Bandscheibenvorfall vorbeugen?
  • Hexenschuss und Bandscheibenvorfall was ist der unterschied?