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Was hilft bei Osteoporose?

OsteoporoseOsteoporose wird eine Krankheit genannt, bei der sich die Knochenmasse verringert bzw. die Knochenstruktur porös wird, sodass die Knochen ihre Stabilität verlieren. Von den etwa vier bis fünft Millionen Menschen in Deutschland, die an Knochenschwund leiden, erlitten mehr als die Hälfte deshalb auch Knochenbrüche. Frauen sind wesentlich häufiger betroffen als Männer.

Lange verläuft die Krankheit unbemerkt, plötzlich jedoch genügt ein starker Husten oder das Heben einer Tasche, um einen Knochen brechen zu lassen. Typischerweise betrifft dies vor allem Wirbelkörper, Handgelenk oder die Hüfte. Die Krankheit verursacht keine akuten Schmerzen wie ein Hexenschuss.


Welche Ursache kann eine Osteoporose haben?

Generell werden der Ursache nach zwei Formen von Osteoporose unterschieden:

1. Primäre Osteoporose:

Osteoporose als Folge fehlerhafter Ernährung und Lebensweise

Osteoporose als Folge fehlerhafter Ernährung und Lebensweise


Diese bei den meisten Betroffenen vorliegende Form hat keine bekannte Ursache. Man vermutet, dass sie altersbedingt und durch Störungen im Hormonhaushalt bzw. im Kalziumstoffwechsel auftritt. Zierliche oder untergewichtige Menschen sind anfälliger, ihre von Natur aus kleineren Knochen scheinen Belastungen schneller zu erliegen. Folgende Faktoren können eine primäre Osteoporose begünstigen:

  • Familiäre Vorbelastung: Haben Großeltern, Eltern oder Geschwister eine erwiesene Osteoporose, einen Rundrücken oder einen Wirbelkörper- oder Schenkelhalsbruch erlitten, kann man von einer Veranlagung ausgehen.
  • Alter: Im Alter verändert sich der Hormonhaushalt eines jeden Menschen. Das trägt dazu bei, dass Knochenmasse abgebaut wird und die tragende Struktur des Knochens schwindet. Bei Frauen lässt in den Wechseljahren die Funktion der Eierstöcke nach, und der Östrogenspiegel sinkt. Dadurch verringert sich auch der Schutz vor altersbedingtem Knochenabbau. Jenseits des 50. Lebensjahrs leiden etwa ein Drittel aller Frauen an Osteoporose, man spricht auch von einer Frauenkrankheit. Männer haben keine Wechseljahressymptome, ihre Geschlechtshormone (vor allem Testosteron), die Einfluss auf die Stabilität der Knochen haben, nehmen aber ebenfalls mit zunehmendem Alter ab. Ihre Produktion geht jedoch so allmählich zurück, dass Osteoporose, wenn überhaupt, bei Männern ab 70 Jahren auftritt.

2. Sekundäre Osteoporose:

Osteoporose

Osteoporose


Als sekundär gilt eine Osteoporose, wenn sie als Folgeerscheinung anderer Erkrankungen auftritt.

Das sind beispielsweise eine Schilddrüsenüberfunktion, bei Männern ein starker Mangel an Testosteron oder Störungen im Kortison- oder Kalziumhaushalt des Körpers. Diese Form der Osteoporose ist vergleichsweise selten. Einige Medikamente (Steroide: Kortison, Östrogene) können eine Osteoporose hervorrufen. Außerdem gibt es einige bösartige Tumoren, die zum Abbau von Knochensubstanz beitragen.

Lebendiger Knochen

Im Knochen ist ein Leben lang viel los: Knochenaufbauende Zellen (Osteoblasten) und knochenfressende Zellen (Osteoklasten) arbeiten fortwährend an seiner Erneuerung. Geschlechtshormone regulieren die Aufnahme von Kalzium im Knochen. Beim gesunden Menschen halten sich Knochenaufbau- und -abbau die Waage – bis etwa zum 35. Lebensjahr. Danach ist die maximale Knochenmasse erreicht, und der Abbau überwiegt.