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Arzt bei Hexenschuss

© Konstantin Sutyagin – Fotolia.com

Viele Menschen kennen das Gefühl bereits. Eine schnelle, ruckartige oder ungewohnte Bewegung und schon durchfährt einen ein starker, stechender Schmerz im unteren Rücken. Die Schmerzen sind meist so stark, dass man sich kaum mehr bewegen kann und zunächst in der gebückten Stellung verharrt. Der Hexenschuss trifft den Betroffenen meist unvorbereitet. Oft liegen keine einschlägigen Vorerkrankungen vor. Viele Menschen haben daher oft Angst davor, dass durch den Hexenschuss ernsthafte Schäden an der Wirbelsäule entstanden sein könnten. Generell gilt, dass der Hexenschuss bei gesunden Menschen innerhalb weniger Tage von alleine wieder ausheilt. Bevor also bei den Betroffenen Panik ausbricht sollte zu verschiedenen, sehr wirkungsvollen Hausmitteln gegriffen werden. Wärmezufuhr, entspannende Bäder und Packungen linderen die Schmerzen wirkungsvoll und entspannen die verkrampfte Muskulatur. Viele Menschen fragen sich aber zu Recht: Ab wann brauche ich eine Behandlung bei einem Speziallisten? Steht mir eine langwierige und schmerzhafte Therapie bevor? Und an welchen Arzt soll ich mich wenden? Welcher ist der richtige Arzt bei Hexenschuss?

Orthopädie, Osteopathie, Chiropraktik, Naturheilkunde keine Qual bei der Wahl

Ein Arzt sollte bei bestehenden Vorerkrankungen in jedem Fall aufgesucht werden. Ist dies nicht der Fall, hält der Schmerz aber länger als höchstens vier Tage an und oder treten anderer Erscheinungen auf, ist ein Arztbesuch empfehlenswert. Entsprechende Erscheinungen können ausstrahlende Schmerzen in Beine oder Füße und Lähmungs- oder Taubheitserscheinungen sein. Ein Besuch beim Arzt ist in diesem Fall empfehlenswert um eine Quetschung des Ischias Nervs oder einen Bandscheibenvorfall auszuschließen. Der Orthopäde sollte deshalb die erste Anlaufstelle sein. Der Arzt kann durch Computertomografie und Röntgen schlimmere Erkrankungen ausschließen oder erkennen und die richtige Schmerztherapie für den Patienten individuell entwickeln. Diese Therapie ist äußerst bedeutend, damit die Schmerzen nicht chronisch werden. Besonders wirksam sind Injektionen von schmerzhemmenden, örtlich betäubenden, Muskel entspannenden und entzündungshemmenden Mitteln direkt in den Rückenmuskel. Das Ziel des Arztes muss es sein, dem Patienten die Schmerzen so weit zu nehmen, dass er nicht weiter verkrampft und den Rücken nicht dauerhaft schädigt. Zusätzlich können chiropraktische, also manuelle Maßnahmen die Muskeln geschmeidig halten und entspannen.

Abseits der Schulmedizin – alternative Heilmethoden

Alternative Heilmethoden sollten nie als Patentlösung angesehen werden. Sie können bei Beschwerden aber immer dann nützlich sein, wenn sie die Schulmedizin unterstützend begleiten oder dann einsetzen, wenn traditionelle Heilmethoden nicht die gewünschte Wirkung erbracht haben. In der Naturheilkunde können zur Schmerztherapie und Entspannung Akupunktur und Massagen angewendet werden. Verschiedene Naturheilkundler haben sich auf die Bekämpfung von Schmerzen vor allem im Rücken spezialisiert. Darauf sollte bei der Wahl des Arztes geachtet werden. Auch ein Osteophat kann bei Hexenschuss helfen. Der Osteophat erspürt mit seinen Händen Störungen und Spannungen im Körper und löst diese manuell. Dabei kann die Ursache für die Verspannung des einen Körperteils von einem anderen herrühren. Auch Stress und psychische Probleme können Verkrampfungen hervorrufen. In diesem Fall hilft unter Umständen sogar eine psychologische Betreuung weiter. Sind die Schmerzen nicht mehr akut, können folgende Schmerzen und ein erneuter Hexenschuss durch Krankengymnastik verhindert werden. Die Wahl der Therapie ist von Mensch zu Mensch und Fall zu Fall unterschiedlich und sollte daher immer mit einem Facharzt abgesprochen und durchgeführt werden.

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